SÜSSWASSERPERLEN

Obwohl zur Herstellung von Perlen Austern benötig werden, die im Salzwasser leben können auch Weichtiere, die in Süßwasserseen und Flüssen leben, Perlen hervorbringen. Die Chinesen ernten Süßwasserperlen bereits seit den 1950 Jahren . Erste Überlieferungen in denen Perlen erwähnt werden stammen aus dem Jahr 80 000 vor unserer Zeitrechnung. Seit der Entdeckung der neuen Welt bis ins 19. Jahrhundert war auch die USA ein bedeutendes Herkunftsland für Süßwasserperlen. Übererntung und die zunehmende Umweltverschmutzung führten allerdings zu einer erheblichen Reduktion der Anzahl an Süßwasserperlen produzierenden Muscheln.

Süßwasserperlen unterscheiden sich von anderen Zuchtperlen dadurch, dass sie nicht mit einem Kern versehen werden. Stattdessen wird nur ein kleiner Schnitt im Gewebe einer Auster vorgenommen, in den ein Gewebeteilchen einer anderen Auster eingesetzt wird. Dieser Vorgang wird bis zu 25 Mal an jeder Hälfte der Muschel vorgenommen, so dass bis zu 50 Perlen entstehen können. Die Muscheln werden dann zurück in ihren Lebensraum im Süßwasser gesetzt und zwischen 2 und 6 Jahren gepflegt. Die fertigen Perlen bestehen aus solidem Perlmutt, sind aber nur selten rund, da kein Kern eingepflanzt wurde, der die Form beeinflussen konnte.

Süßwasserperlen werden in stehenden oder fließenden Gewässern herangezogen. Je nach Züchtungsart ist die Form beeinflussbar. Traditionell wurden Süßwasserperlen ohne einen Kern gezüchtet und bestanden somit komplett aus Perlmutt. Heute sind Süßwasserzuchtperlen nicht nur in der klassischen runden Form erhältlich, sondern auch in Tropfen- bzw. Birnenform, Boutonform oder als Stäbchen.

Besonders in den letzten vier Jahrzehnten hat die Süßwasserzuchtperle immer wieder für große Überraschungen gesorgt. Als Ergebnis von aufwändigen Experimenten mit verschiedenen Muscheln und Zuchtverfahren wurde ihr Aussehen immer wieder gewandelt, neue Farben und Formen entstanden. Damit dies gelingt nutzen Züchter einen Kern um die Form zu beeinflussen. Seit ungefähr 10 Jahren ist die Qualität der gezüchteten Süßwasserperlen so hoch, dass die Top-Qualitäten einiger Ernten kaum von den Verwandten aus dem Salzwasser zu unterscheiden sind. Seitdem steigt das Interesse an Süßwasserperlen als bezahlbare Alternative zu den teureren Salzwasserperlen zunehmend an.

Die Größe der einzelnen Perlen liegt zwischen 1 mm und 20 mm. Die Farbvielfalt erstreckt sich von weiß über rosé bis hin zu fliederfarben.

 

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