Süßwasserperlen

Obwohl die traditionelle Herkunft von Perlen Austern sind, die im Salzwasser leben, können auch Weichtiere, die in Süßwasserseen und Flüssen leben, Perlen hervorbringen. China erntet Süßwasserperlen seit langer Zeit. Erste Überlieferungen, in denen Perlen erwähnt werden, stammen aus dem Jahr 80 000 vor unserer Zeitrechnung. Seit der Entdeckung der neuen Welt bis ins 19. Jahrhundert war auch die USW ein bedeutendes Herkunftsland für Süßwasserperlen. Übererntung und die zunehmende Umweltverschmutzung führten allerdings zu einer erheblichen Reduktion der Anzahl an Perlen produzierenden Muscheln.

Süßwasserperlen können oft nicht mit dem schimmernden Glanz aufwarten, der ihre Verwandten aus dem Salzwasser auszeichnet. Allerdings entstehen sie in

einer Vielfalt von Formen und Farben und sind deutlich günstiger im Preis, weshalb sie sich ausgesprochener Beliebtheit erfreuen. Sie sind zudem robust und widerstehen Absplitterungen und zeigen weniger Gebrauchsspuren.

Süßwasserperlen

Süßwasserperlen unterscheiden sich von anderen Zuchtperlen dadurch, dass sie nicht mit einem Kern versehen werden. Stattdessen wird nur ein kleiner Schnitt im Gewebe einer Auster vorgenommen, in den ein Gewebeteilchen einer anderen Auster eingesetzt wird. Dieser Vorgang wird bis zu 25 Mal an jeder Hälfte der Muschel vorgenommen, so dass bis zu 50 Perlen entstehen können. Die Muscheln werden dann zurück in ihren Lebensraum im Süßwasser gesetzt und zwischen 2 und 6 Jahren gehegt und gepflegt. Die fertigen Perlen bestehen aus solidem Perlmutt, sind aber nur selten rund, da kein Kern eingepflanzt wurde, der die Form beeinflussen konnte.

In den letzten Jahren konnten die Chinesen die Kunst der Süßwasserperlenzucht auf ein neues Niveau bringen. Seit ungefähr 10 Jahren ist die Qualität der gezüchteten Perlen so hoch, dass die Top-Qualitäten einiger Ernten kaum von den Verwandten aus dem Salzwasser zu unterscheiden sind. Seitdem steigt das Interesse an Süßwasserperlen als bezahlbare Alternative zu den teueren Salzwasserperlen zunehmend an.

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Süßwasserperlen
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Süßwasser Perlen höchster Qualität

Die Japaner können ebenfalls auf eine bedeutende Geschichte der Süßwasserperlenzucht zurückblicken. Der Biwasee einst weltbekannt für die Produktion qualitativ hochwertiger Süßwasserperlen, fiel aber Mitte der 70er der Umweltverschmutzung zum Opfer. Heute beschreiten die japanischen Perlenfarmer neue Wege in der Süßwasserperlenzucht zu gehen. Sie nutzen eine Muschelkreuzung (Hyriopsis Schlegeli anadonata/plicata hybrid Muschel), in die ein Kern eingepflanzt wird. Die Perlen daraus sind recht groß und einzigartig. Hohe Preise machen diese Perlen allerdings zu einem Nischenprodukt für Perlenliebhaber und Sammler.

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